Kindertag 2012

Der diesjährige Kindertag für den Kirchenbezirk Gera fand am Sonntag, den 11. November 2012 in der Kirche Altenburg statt. Eingeladen war außer den Kindern mit ihren Betreuern und Lehrkräften auch die Gemeinde Altenburg.

Der Kindertag begann um 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst, den unser Bezirksältester Stefan Standke hielt. Begleitet wurde er vom Bezirksevangelisten Ralf Wilhelmi und dem Kinderbeauftragten, Priester Uwe Seidel. Vor dem Gottesdienst spielte das Nachwuchsorchester des Bezirkes. Bekannte Melodien wie „Weil Jesus in mir lebt“ bereiteten die Anwesenden auf den Gottesdienst vor.

Der Kindergottesdienst wurde mit dem gemeinsam vorgetragenen Lied aus dem Kinderliederbuch „Gott ist die Liebe“ eröffnet.

Als Bibelwort legte der Bezirksälteste Lukas 10, 33.34 zugrunde:

„Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn.“

Eine Lesung unter der Überschrift „Mach es genauso“, von drei Kindern vorgetragen, stimmte die Hörer auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ein. Der Bezirksälteste nahm kindgemäß darauf Bezug und rückte die sogenannte „Abenteuergeschichte“ in die Gegenwart und Sprachform der Kinder. Dabei entwickelte sich ein Dialog von Fragen und Antworten zwischen ihm und den Kindern: „Warum erzählte Jesus diese Geschichte?“, „Wer ist mein Nächster?“, „Was muss ich tun?“ und weitere Fragen standen im Raum. So konnten die Kinder zu dieser Geschichte Position beziehen und sich darin wiedererkennen. Nachdem die Begriffe Priester, Levit und Samariter erklärt waren, suchten die Kinder nach Antworten auf die Frage, wie sie ebenso solche Samariter sein könnten. Beispiele wurden benannt: Traurige trösten, Kranke besuchen, für andere beten, bei Schulaufgaben helfen, dem Schwachen beistehen waren einige der Antworten. Ein besonderer Aspekt leuchtete dabei hervor: Das gilt nicht nur denen, die wir gerne haben, sondern vor allem auch denen, die uns Schwierigkeiten bereiten. Das größte Gebot Jesu „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen... und deinen Nächsten wie dich selbst" lag wie ein goldener Rahmen um das Gleichnis Jesu. Als Ergebnis der Betrachtungen brachte es der Bezirksälteste auf einen Nenner:

„Wem kann ich helfen und wie kann ich helfen?"

Zum Schluss ging er noch einmal auf die Überschrift der Lesung ein: „Mach es genauso“. Er sagte: Wer so handelt, erfüllt das Gebot der Liebe.

Danach spielten die Instrumentalisten „Ein Gärtner geht im Garten“. Bezirksevangelist Wilhelmi bezog sich auf dieses Lied und stellte den Kindern Jesus als den Gärtner und uns Hörer als die „tausend“ Blumen dar. Er fasste den Sinn des Gleichnisses noch einmal zusammen, indem er sagte: „Wir sollen, können und müssen ein Herz für die Schwachen haben.“

Anschließend sang die ganze Gemeinde das Kinderbuchlied „Die Spur der Hoffnung sehen“.

Der Bezirksälteste Standke beleuchtete noch einmal den Priester aus dem Gleichnis: „Ihm fehlte nicht das Wissen, ihm fehlte die Liebe.“

Dann sang die Gemeinde das Bußlied „Komm, sag es allen weiter“. Bei der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl bezog sich der Bezirksälteste auf diesen Text. Nach dem Heiligen Abendmahl spielte ein Flötenduett das Lied „Liebet einander“, welches von der Orgel begleitet wurde.

Mit dem Lied „Nun danket alle Gott“ klang der Gottesdienst aus.

Nach dem Gottesdienst konnten die Kinder ein vorbereitetes Mittagessen einnehmen. Danach wurde ein Besuch im nahe gelegenen „Mauritianum“ durchgeführt. Der Nachmittag wurde zum geselligen Zusammensein genutzt. Dabei wurde wieder ein Imbiss gereicht. So klang dieser Tag als ein bleibendes Erlebnis für die Kinder und alle Anwesenden aus. Geblieben ist Freude aus dem Erlebten für alle Teilnehmer. Und diese Freude ist unsere Stärke.

G.W. /Foto: P.D./M.D.