Mein Herz ist bereit

Am Sonntag, den 08. März 2015, konnten die Gemeinden Altenburg und Zeitz einen Gottesdienst mit Bezirksapostel Wilfried Klingler erleben. Er wurde begleitet von Bischof Ralph Wittich, vom Bezirksältesten Stefan Standke sowie vom Bezirksevangelisten Ralf Wilhelmi.

Als Bibelwort diente Psalm 57, 8:

"Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe."

Auf das Chorlied "Auf dich, o Herr, vertrauet meine Seele" eingehend sagte der Bezirksapostel: "Wenn wir nicht auf Gott vertrauen, auf wen wollen wir uns dann verlassen?" Gott ist der Unwandelbare und wenn der Prophet sagt "Ich, der Herr, wandle mich nicht" (Maleachi 3,6), dann macht das deutlich, wer sich ändern muss, nämlich der Mensch. Je mehr wir uns mit Gott beschäftigen, desto deutlicher wird die Relation zwischen uns Menschen und dem allmächtigen Gott in seiner Majestät und Größe.

Diese Größe sehen wir schon in seiner Schöpfung und darüber hinaus in der Sendung seines Sohnes: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). Jesus kam, lehrte, lebte, opferte sich für uns.

Wir brauchen die Gottesdienste, um einmal von den alltäglichen Gedanken loszukommen, um unseren Blick und das Herz zu weiten. Wir erleben Freude im Leben, aber auch Leid. Leid ist oft schwer zu ertragen. Das kann man nicht einfach abschütteln. Da braucht man die Augenblicke, wo man zu dem Allmächtigen aufschaut. Bei allem was geschieht, wollen wir nie das Gottvertrauen verlieren, auch wenn wir unseren Gott nicht immer verstehen.

Loben und Danken haben zwar ähnliche Wurzeln, kommen aber aus ganz unterschiedlichen Anlässen. Danken wird man für ein Geschenk, Loben für etwas, das man hat und liebt. Wenn wir Gottesdienst erleben, ist der dreieinige Gott unter uns. Wenn ich ihn erkenne, lobe und preise ich ihn, weil ich um seine Majestät, seine Allmacht und seine Liebe weiß, um das, was er für mich getan hat und noch tun wird.

Auf einen Gottesdienst muss man sich vorbereiten, damit man zur inneren Ruhe kommt. Dann kann das Wort Frieden in die Seele bringen, Freude schaffen, Trost geben.

Der Herr hat uns in seine Gemeinde gerufen, dass wir uns miteinander freuen und dass wir miteinander leiden. Loben und Preisen ist nicht nur etwas für den Mund, sondern stetes tatkräftiges Handeln. Wir wollen in Rufbereitschaft stehen, wenn wir spüren: hier ist Not am Mann! Hier braucht jemand meine Unterstützung! Hier benötigt jemand mein Gebet! Hier braucht jemand das Nahesein!

In seinem Mitdienen prägte Bischof Wittich den Satz: "Gott spricht das letzte Wort – alles andere ist nur das vorletzte."

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendete der Bezirksapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.

G.W. / Fotos: P.D.; M.D.